Bizerba Presse-Info

Günstig, einfach, sicher:

BIZERBA Presse-Info


Neue Etiketten visualisieren die korrekte Kühllagerung

Expertenrunde diskutierte über intelligente Verpackungen und ihren Beitrag für den Verbraucherschutz / TTI-Etiketten bieten dem Handel große Chancen

Transparenz von der Herstellung bis zum Verbraucher - diese Vision im Lebensmittelhandel könnte schon sehr bald Wirklichkeit werden. Das zeichnete sich bei einem Expertengespräch in Düsseldorf ab. "Kommunizierende Verpackungen - was leisten Etiketten für den Verbraucherschutz und die Kundeninformation?" lautete das Diskussionsthema. Moderne Etiketten mit einem so genannten Time Temperature Indicator (TTI) sollen dafür sorgen, dass Handel und Verbraucher mehr Sicherheit in puncto Frische und Haltbarkeit bekommen.

Andreas Bertram und Frank Falter

(Bild: Bizerba)

Derzeit sei man lediglich auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) angewiesen, erläuterte die Vizepräsidentin des Deutschen Hausfrauenbundes (DHB), Elke Wieczorek: "Das sagt aber nichts darüber aus, wie dieses Lebensmittel vorher in der Kühlkette behandelt wurde. Wenn ich das im Supermarkt kaufe, liegt es irgendwo in der Kühltheke und ich muss blind vertrauen, dass es ordnungsgemäß gelagert wurde", so Wieczorek. Nach dem Kauf bleibe dann nur das aufgedruckte Ablaufdatum, an dem man sich orientieren müsse. Kontrolle sei dabei nur noch bedingt möglich, alte Haushaltskühlschränke oder menschliche Unzuverlässigkeit, so die Runde, erschweren diese. Dr. Judith Kreyenschmidt von der Universität Bonn stimmte dem zu: "Ein Mindesthaltbarkeitsdatum gilt nun mal nur bei bestimmten Lagerungstemperaturen." Es sei ein Unterschied, wie Bakterien bei zwei Grad oder sieben Grad reagierten und sich vermehrten. Das Haltbarkeitsdatum alleine sei daher nicht uneingeschränkt aussagekräftig: "Der Verbraucher sieht nun mal nicht, welche Bedingungen es in der Kühlkette gab, ob zum Beispiel die Haltbarkeit durch zwischenzeitliche Temperaturüberschreitung verkürzt worden ist oder nicht."

Unsicherheit beenden

Die TTI-Etiketten namens OnVu, die der Balinger Technologiehersteller Bizerba und der schweizerische Chemiekonzern Ciba entwickelt und produziert haben, bringen mehr Transparenz in die gesamte Produktions- und Kühlkette. Martin Arndt, technischer Geschäftsführer bei Bizerba, beschrieb die Möglichkeiten besonders für große Handelsketten, bei denen beispielsweise das Hackfleisch aus dem Kühlregal gekauft werde: "Sie können dem Verbraucher wirklich beweisen und ihn überzeugen, dass sie in der Lage sind, hohe Qualität und Frische zu liefern." Ziel sei es, so Dr. Carla Sorato, die bei Ciba die Kommunikationsaktivitäten des Segments Coating Effects verantwortet, den Zustand der Unsicherheit bei allen Beteiligten zu beenden.

Andreas Bertram und Frank Falter

(Bild: Bizerba)

Visualisierte Kühlkette

Das TTI-Etikett mit einer besonderen Druckfarbe, so Bizerba-Vertriebsleiter Papier + Etiketten Marc Büttgenbach, wird als zusätzliches Etikett auf jede Verkaufsverpackung aufgebracht. Der Grad der Entfärbung dieses Etiketts zeigt dann an, ob die Ware noch voll oder nur gut genießbar oder ob sie schon verdorben ist. Dabei entfärbe sich der Indikator umso schneller, je weiter das Produkt von der idealen Lagerbedingung abweicht, und beschreibt damit für jedes Produkt den individuellen Frischegrad. "Wir haben die Möglichkeit, eine Kühlkette zu visualisieren – also das, was bisher im Verborgenen lag. Wenn man zum Beispiel sieht, dass ein Fleisch schlecht geworden ist, ist es normalerweise schon zu spät. Das entfärbte Etikett zeigt schon früher an, dass irgendwo ein Fehler in der Kühlkette aufgetreten ist." Und das völlig ohne technischen Aufwand, weil kein Lesegerät oder ähnliches nötig sei. "Der Verbraucher kann sich auf diese Weise im Laden davon überzeugen, dass ihm gut konditionierte Ware angeboten wird", so Büttgenbach. Das bringe auch Vertrauen der Kunden in die Lebensmittelhersteller zurück. Aber auch in der Lieferkette erleichtere TTI das Handling, weil es das Aussortieren verdorbener Lebensmittel noch vor der Annahme durch den Lieferanten ermögliche, somit Kosten und unnötiger Ärger vermieden würden, weil durch TTI eine fehlerhafte Kühlung direkt nachweisbar sei. Außerdem könne durch unterschiedliche Verfärbungen die gelieferte Ware nach Frischegraden sortiert und Ware, die am Ende des Lebenszyklus stehe, als Angebot verkauft werden. Für diese Produkte wäre ohne TTI ein finanzieller Totalausfall zu verzeichnen.

Handel erkennt die Möglichkeiten

Eine Konkurrenzsituation zu RFID-Etiketten machte die Expertenrunde dabei nicht aus. Denn hierfür seien zum Beispiel Schreib- und Lesegeräte für das eigentliche Etikett notwendig, mithin ein größerer Logistik- und Kostenaufwand. "Es ist eine Frage des Preises: Wenn Sie einen Joghurt für 49 Cent kaufen und 15 Cent kostet das RFID, stimmt das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr", so Arndt. Nach seiner Ansicht eignet sich RFID-Technik vorwiegend im Logistikbereich, bei größeren Gebinden und für die Warenrückverfolgung.

Für Dr. Carla Sorato ist RFID für die Kontrolle der Lebensmittellagerung aufwändig. Ciba habe die Erfahrung gemacht, dass die Gesamtanwendungskosten pro Einzelstück dabei einfach zu hoch seien. Für sie ist das OnVu Modell "vom Gesamtsystem her das einfachste: am einfachsten einzusetzen, am einfachsten zu verstehen." OnVu zeige ganz einfach, ob eine Ware noch genießbar sei. Durch eine Vergleichsfarbe auf dem Etikett sei ein Wendepunkt in puncto Frische ganz klar auszumachen: "Ist das Piktogramm dunkler als die Referenz oder gleichfarbig, ist alles in Ordnung. Ist es heller als die Referenz, kann man das Lebensmittel nicht mehr verzehren."

Elke Wieczorek beurteilt die Durchsetzungschancen von TTI gut, denn es punkte mit klaren Argumenten, "es bietet Sicherheit im eigenen Haushalt und im Geschäft." Martin Arndt geht davon aus, dass sich die Etiketten als Standard durchsetzen werden. "Dieses Label bringt einen echten Nutzen. Und da Menschen in der Regel doch relativ egoistisch sind, kann man davon ausgehen, dass TTI sich durchsetzen wird." Der Nachweis, Frische für die Verbraucher zu gewährleisten, werde Umsatzsteigerungen mit sich bringen und Überzeugungsarbeit leisten. Daher sei auch der Handel bereit, für die TTI-Logistik zu investieren.

Über Bizerba

Bizerba ist ein weltweit operierendes, in vielen Bereichen marktführendes Technologieunternehmen für professionelle Systemlösungen der Wäge-, Informations- und Food-Servicetechnik in den Segmenten Retail, Food-Industrie und Logistik. Branchenspezifische Hard- und Software, leistungsstarke netzwerkfähige Managementsysteme sowie ein breites Angebot von Labels, Consumables und Business Services sorgen für die transparente Steuerung integrierter Geschäftsprozesse und die hohe Verfügbarkeit der Bizerba spezifischen Leistungsmerkmale.

Mit über 2.800 Mitarbeitern, 21 eigenen Gesellschaften in 20 Ländern und 58 Ländervertretungen weltweit setzte die Bizerba GmbH & Co. KG 2006 im Konzern 410 Mio. EUR um. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Balingen, weitere Fertigungsstätten befinden sich in Meßkirch, Bochum und Shanghai.

Für Rückfragen:
Bizerba GmbH & Co. KG
Claudia Gross
Leiterin Unternehmenskommunikation
Wilhelm-Kraut-Straße 64
72336 Balingen
Telefon +49 7433 12-33 00
Telefax +49 7433 12-5 33 00
E-Mail: claudia.gross@bizerba.com

nic.pr
network integrated communication
Maren Möller
Coburger Straße 3
53113 Bonn
Telefon +49 228 620 44 76
Telefax +49 228 620 44 75
E-Mail: maren.moeller@nic-pr.de

Downloads

Download Digitale Presse-Information für Windows (->Infos)
Download Digitale Presse-Information für Macintosh (->Infos)

zum Seitenanfang


Impressum/Haftungserklärung - © 2008 BIZERBA www.bizerba.com