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Einheitliche Lösung für die drei
Anforderungsprofile zentrale und dezentrale
SB-Rindfleischetikettierung sowie den
Rindfleisch-Bedienverkauf / Logistik-Strichcode PDF417
ermöglicht die Hinterlegung aller benötigten
Informationen von der Schlachtung bis zum Verkauf
Das Thema Rindfleisch-Kennzeichnung ist noch nicht
ausgestanden. Zwar trat nach der Zustimmung des
EG-Agrarministerrats am 17. Juli des Jahres zum 1. September
2000 die neue europäische
Rindfleisch-Etikettierungsverordnung in Kraft. Das Etikett
gibt nunmehr Auskunft darüber, in welchem Land das Tier
geschlachtet und zerlegt wurde. Zusätzlich ablesbar
sind die Zulassungsnummern des Schlachthofs und der
Zerlegebetriebe. Ferner ersichtlich ist eine Referenznummer,
anhand derer sich das Fleisch bis hin zum einzelnen Tier
bzw. einer Gruppe von Tieren zurückverfolgen
lässt. Noch nicht in Kraft getreten ist eine
weitergehende EU-Vorschrift, wonach auf dem Etikett Geburts-
und Mastort der Tiere ersichtlich sind. Diese Regelung soll
EU-weit am 1. Januar 2002 in Kraft treten, in Deutschland
bereits zu einem früheren Zeitpunkt. Bizerba, einer der
führenden Anbieter von innovativer Wäge- und
Informationstechnik, hat die 1. Stufe der EU-Regelung im
Interesse seiner Kunden in Handwerk, Handel und Industrie
bereits vor längerer Zeit antizipiert. Waagen, Kassen,
Systeme, Preisauszeichner und Etiketten der Marke Bizerba
sind dafür ausgelegt, die Vorgaben zu erfüllen.
Auch eine betriebswirtschaftlich hoch interessante
Lösung für Stufe 2 ist bereits verfügbar.
Die zwei Stufen werden bei der Etikettierung wie folgt
erkennbar sein:
Seit 1. September 2000:
- Identifikations-Nummer zur Rückverfolgbarkeit
des Fleisches
- Geschlachtet in (Name Mitgliedstaat oder Drittland)
und EU-Zulassungsnummer des Schlachtbetriebes
- Zerlegt in (Name Mitgliedstaat oder Drittland) und
EU-Zulassungsnummer des Zerlegebetriebes
- Im Fall von Hackfleisch ist statt zerlegt in
...' anzugeben: hergestellt in (Name Mitgliedstaat oder
Drittland)
Ab 1. Januar 2002 zusätzlich:
- Geboren in (Name Mitgliedstaat oder Drittland)
- Gemästet in (Namen Mitgliedstaaten oder
Drittländer)
- Im Fall von Hackfleisch muss die Herkunft (Name
Mitgliedstaat oder Drittland) angegeben werden, falls
Herstellungs- und Herkunftsland nicht identisch sind.
Zusätzlich können weitere Angaben (z.B.
Kategorie, Haltungs- oder Fütterungsbedingungen,
Rasse, Qualitätseigenschaften) gemacht werden. Diese
Angaben fallen in den Bereich der freiwilligen Angaben
und sind über Etikettierungssysteme
abzusichern.
In Deutschland sollen die Angaben der Stufe 2 (EU-weit ab
1.1.2002) für in Deutschland erzeugtes Rindfleisch
zeitlich vorgezogen werden. Damit müssen mit Umsetzung
der Vorschrift in nationales Recht voraussichtlich ab
Oktober 2000 folgende Angaben gemacht werden:
- Identifikations-Nummer zur Rückverfolgbarkeit
des Fleisches
- Geboren in Deutschland
- Gemästet in Deutschland
- Geschlachtet in Deutschland und EU-Zulassungsnummer
des Schlachtbetriebes
- Zerlegt in (Name Mitgliedstaat oder Drittland) und
EU-Zulassungsnummer des Zerlegebetriebes
- Im Fall von Hackfleisch ist statt zerlegt in
...' anzugeben: hergestellt in (Name Mitgliedstaat oder
Drittland)
- Für Fleisch anderer Herkunft (z.B.
französisches oder argentinisches Rindfleisch)
gelten die Vorgaben der europäischen Verordnung;
Schlacht- und Zerlegeangaben müssen gemacht werden,
Geburt- und Mastangaben sind freiwillig.

Die Bizerba-Lösung
Welche Lösungen hat Bizerba entwickelt, um für
Anwender in Handel und Industrie die Umstellung auf die
neuen Vorschriften betriebswirtschaftlich effizient, also
reibungslos, schnell und mit moderatem Investitionsaufwand,
zu gestalten? Dieter Conzelmann, Bizerba-Fachbereichsleiter
VT, verantwortlich für die Vertriebsbereiche
Industrie-Wäge- und Informationstechnik sowie
Preisauszeichnung, erläutert Strategie und
Umsetzung.
Bereits bei der Konzepterstellung wurden drei
unterschiedliche Anwendungsfelder getrennt betrachtet, die
zugleich den unterschiedlichen Marktstrukturen und
-anforderungen entsprechen:
- Die zentrale SB-Rindfleischetikettierung
- Die dezentrale SB-Rindfleischetikettierung
- Die Thekenetikettierung für den
Bedienverkauf.
Die generelle Idee beruht auf der Forderung, die gesamte
Information nicht in aufwendigen Rechneranlagen zu
hinterlegen, sondern am Produkt selbst mitzuführen. Da
sich herkömmliche Strichcodes aufgrund des
benötigten Platzbedarfes hierfür nicht eignen,
wird der in der Logistik verbreitete Barcode PDF417
verwendet. Dieser Code ermöglicht die Hinterlegung
aller benötigten Informationen auf einer minimalen
Fläche, und dies durchgängig bei allen drei
Anforderungsprofilen.
Bei der Einführung eines durchgängigen
Konzeptes ist es notwendig, dass die Etikettierung bereits
bei der Warenannahme im Wareneingang erfolgt. Dort werden
alle zum Tier/Produkt gehörenden Daten erfasst und
anschließend ein Etikett mit den nachfolgenden Daten
erzeugt:
- Angabe des Landes für Schlachtung und
Zerlegung
- Referenznummer / Ident-Nummer (Ohrmarke oder
Charge)
- Kategorie (Rindfleisch, Färse, Ochse..)
- EG-Nr. des Schlacht- bzw. Zerlegebetriebes
- Für Rinderhackfleisch zusätzlich
"Hergestellt in: ... "
Die Daten werden im Klartext und verschlüsselt im
Code PDF417 abgedruckt. Das Etikett wird unmittelbar am
Produkt angebracht, und zwar entweder geklebt oder geheftet.
In der ersten Zerlegestufe wird die komplette Information
mit Hilfe eines Scanners aus dem Code PDF417 gelesen und in
einem Auszeichnungssystem für den Druck von weiteren
Etiketten hinterlegt. Der Zugriff auf eine Datenbank ist
dabei nicht notwendig, weil bereits alle relevanten Daten im
Code PDF417 gespeichert sind.
In der weiteren Zerlegung werden die Teile mit einem
neuen Etikett versehen, auf dem die Basisinformationen und
die für den weiteren Prozess notwendigen Angaben im
Barcode PDF417 enthalten sind. So wandert die
Deklarationsinformation mit dem Produkt von der
Grobzerlegung in die zentrale oder dezentrale Feinzerlegung.
Zum Zweck der kontinuierlichen Weitergabe der Daten wird vor
Beginn des Zerlegeprozesses der PDF417 gelesen und im
Auszeichnungssystem gespeichert. Auch hier ist der Zugriff
auf einen Zentralrechner nicht notwendig.
Nunmehr werden die verbrauchergerechten
Verpackungseinheiten hergestellt und mit einem Etikett
versehen, das alle geforderten Informationen im Klartext
enthält. An dieser Stelle der Prozesskette kann
entschieden werden, welche zusätzlichen Informationen
dem Verbraucher im Klartext zur Verfügung gestellt
werden sollen.
Wird auch bei der Verbraucherproduktauszeichnung erneut
der Barcode PDF417 mit abgedruckt, ist es möglich, dem
Verbraucher im Markt über ein Terminal oder einen
Bondrucker Detailinformationen über die Herkunft des
Fleisches zu vermitteln.

Ablauf-Studie
Wareneingang
Bei der Anlieferung am Wareneingang wird das Rindfleisch
zusätzlich mit einem erweiterten EHI-Etikett versehen.
Auf diesem Etikett werden, basierend auf den Daten des
bereits vorhandenen Standard-EHI-Etiketts, alle Daten erneut
erfasst.

Abbildung 1
Standard-EHI-Etikett
Zusätzlich jedoch werden diese Daten zu jenen
für die weitere Prozesskette im Code PDF 417
codiert.

Abbildung 2
Erweitertes EHI-Etikett
Weil die gesamte Information stets das Produkt selbst
begleitet, sind im weiteren Verlauf der Prozesskette
Zugriffe auf jenen Rechner, auf dem die Daten am
Wareneingang abgelegt wurden, nicht erforderlich.
Die zentrale SB-Etikettierung
Bei der zentralen SB-Rindfleischetiketterung wird in 2
Stufen vorgegangen: Abdruck der minimalen und der
erweiterten Kennzeichnungsinformation.
In der ersten Stufe wird nur die minimale Anforderung
gedruckt:
- Identifikations-Nummer zur Rückverfolgbarkeit
des Fleisches
- Geschlachtet in (Name Mitgliedstaat oder Drittland)
und EU-Zulassungsnummer des Schlachtbetriebes
- Zerlegt in (Name Mitgliedstaat oder Drittland) und
EU-Zulassungsnummer des Zerlegebetriebes
- Im Fall von Hackfleisch ist statt zerlegt in
...' anzugeben: hergestellt in (Name Mitgliedstaat oder
Drittland)
Das in Abbildung 3 exemplarisch gezeigte Etikett
erfüllt die seit dem 1. September geltende
Minimalanforderung. Jede SB-Packung kann
selbstverständlich kundenindividuell angepasst
werden.

Abbildung 3
Das in Abbildung 3 exemplarisch gezeigte Etikett
erfüllt die seit dem 1. September geltende
Minimalanforderung. Jede SB-Packung kann
selbstverständlich kundenindividuell angepasst
werden.
Installation des Etikettierkonzepts
Wird der Empfehlung entsprechend die vollständige
Prozesskette über den Barcode PDF417 gesteuert, sollte
dieser Code auch auf dem SB-Etikett abgedruckt werden. Damit
ist auch hier bei Bedarf der Zugriff auf die
Gesamtinformation möglich.
Auf dem Etikett in Abbildung 4 abgedruckt sind,
einschließlich PDF417, die Minimalanforderungen, die
seit dem 1. September EU-weit und eventuell ab Oktober 2000
speziell für deutsche Erzeugnisse erfüllt sein
müssen. Auch hier ist eine kundenindividuelle
Etikettengestaltung auf der SB-Packung möglich.

Abbildung 4
Phase 1: vermutlich Muss ab 1.10.2000 für deutsche
Erzeugnisse.
Abbildung 5 schließlich zeigt exemplarisch ein
Etikett mit allen Aufdrucken, die am 1.1.2002 obligatorisch
sein werden.

Abbildung 5
Phase 2: Muss am 1.1.2002.
Werden die Rindfleischprodukte für die Feinzerlegung
/ Portionierung mit dem Barcode PDF417 angeliefert, ist in
der Portionierung kein Rechnerzugriff notwendig. Vor Beginn
der SB-Auszeichnung wird der Code gescannt. Somit stehen die
Daten im Auszeichnungssystem für die Auszeichnung zur
Verfügung.
Dezentrale SB-Etikettierung
Für die dezentrale Rindfleischetikettierung ist der
Barcode PDF417 besonders zu empfehlen, da die für die
Auszeichnung im Vorverpackraum des Marktes benötigten
Daten zusammen mit dem Rindfleisch angeliefert werden.
Auch hier wird der Code einfach gescannt. Die Daten
stehen dann für den Auszeichnungsprozess zur
Verfügung. Der Zugriff auf die Unternehmensdatenbank
ist auch in diesem Fall verzichtbar.
Rindfleisch-Bedienverkauf
Auch im Bedienverkauf kann der Barcode PDF417 für Aufbau und Druck von Thekenetiketten
verwendet werden. 
Bizerba im Kurzprofil
Der Name Bizerba steht bei Anwendern in Handel, Handwerk
und Industrie für innovative, qualitativ hochwertige
Wäge- und Informationstechnik sowie effiziente
Lösungen im Food-Service. Neben elektronischen,
größtenteils systemfähigen Ladenwaagen
einschließlich Kommunikationssoftware, Systemkassen,
Food-Service- und Aufschnitt-Schneidemaschinen produziert
und vertreibt das profilierte Technologie-Unternehmen auch
Warenwirtschaftssysteme, Preisauszeichnungs- und
Etikettieranlagen, Industriewaagen, vollelektromechanische
Lastaufnehmer mit elektronischen Auswerteeinrichtungen sowie
Versandsysteme. Als wichtiges Zubehör für die hohe
Leistung und Qualität aller druckenden Systeme werden
in der eigenen P+E-Etikettenproduktion
Qualitätsthermo-Produkte wie Bonrollen, Haft- und
Selbstklebe-Etiketten entwickelt und produziert. Mit rund
2.400 Mitarbeitern, 14 eigenen Landesgesellschaften und
über 50 Ländervertretungen weltweit setzte Bizerba
1999 im Konzern rund 611 Mio. DM um. Hauptsitz der
Gesellschaft ist Balingen, weitere Fertigungsstätten
befinden sich in Meßkirch und Bochum.
Bizerba-Pressekontakt
Bizerba GmbH & Co. KG
Postfach 100164, 72301 Balingen
Kontakt: Ursel Haase
Telefon: 07433 - 12 24 49
Telefax: 07433 - 12 52 44 9
Email: haasu@bizerba.de
Internet: http://www.bizerba.com
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