Konzernlagebericht 1998

BIZERBA Presse-Info



1998 war ein Erfolgsjahr für die Bizerba


Das Auslandsgeschäft ist auf 51 % angewachsen


Das traditionsreiche, schwäbische Familienunternehmen hatte 1998 ein erfolgreiches Geschäftsjahr, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. h.c. Lothar Späth, bei der Bilanzpressekonferenz der Bizerba am 01. Juni 1999 in Stuttgart.

"Die Umsätze haben sich erfreulich entwickelt und vor allem die Ertragslage hat sich entscheidend verbessert", so Lothar Späth wörtlich.

Der Bizerba-Konzern, ein weltweit tätiges, innovatives Technologieunternehmen, hat 1998 vor allem das Auslandsgeschäft weiter stark ausgebaut.

Die Außenumsatzerlöse der in den Konzernabschluß 1998 einbezogenen Gesellschaften betrugen 544,4 Mio. DM und lagen damit um 6 % über dem Vorjahreswert (512,4 Mio. DM). Der Anteil des Auslandsgeschäfts ist auf 51 % angewachsen und betrug 277,2 Mio. DM. Wesentlich zu diesem Erfolg haben die überlegene Produktqualität, die Kompetenz für Problemlösungen und das weltweite excellente Beratungs- und Service-Netz beigetragen.

Die Umsatzerlöse der Bizerba GmbH & Co. KG wurden gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 388,9 Mio. DM (Vorjahr 361,3 Mio. DM) gesteigert. In verschiedenen Produktbereichen wurden Umsatzzuwächse in zweistelliger Höhe erzielt.

Im Inlandsgeschäft belief sich die Steigerung, auch durch die Markteinführung neuer Produkte, auf 4 % gegenüber dem Vorjahr. Das Auslandsgeschäft erhöhte sich über alle Produktbereiche gesehen um insgesamt 21 %.

Mit den innovativen Waagen und Kassen der Baureihe "System-Class", die als Messe-Neuheit auf der Internationalen Fleischer-Fachmesse im Juni 1998 vorgestellt wurden, ist es dem Branchenführer Bizerba gelungen, die Waagen- und Kassenwelt zu einem homogenen Datensystem zu verschmelzen.

Auch im Geschäftsjahr 1998 wurde die Innovationskraft des Unternehmens weiter gestärkt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 22,0 Mio. DM und liegen damit bei 6 % der Umsatzerlöse.

Nach Abschluß der Umstrukturierungsmaßnahmen der Vorjahre wurde 1998 die Organisation neu ausgerichtet. Die Ressorts wurden in den Hierarchie-Ebenen flacher strukturiert und die Führungslinien gestrafft. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter stieg um 12 % auf TDM 252 an (Vj. TDM 225).

Auch die Zusammensetzung der Geschäftsführung hat sich im vergangenen Geschäftsjahr geändert. Seit 1. März 1999 setzt sich die Geschäftsführung wie folgt zusammen:

Herr Hans-Georg Stahmer, Vorsitzender der Geschäftsführung sowie die Mitglieder der Geschäftsführung Mattes Holderied (Finanzen), Dr. Klaus Wurster (Entwicklung und Produktion) und Rolf Schneider (Vertrieb, stv. GF).

Ebenfalls haben sich im letzten Jahr die Gesellschaftsverhältnisse verändert. Die Gesellschafter Rolf-Dieter Kraut, Ingolf Kraut, Martin Kraut und Frau Bärbel Guerrini sind im Laufe des Geschäftsjahres 1998 ausgeschieden.

Ab 1. Januar 1999 gehören die GmbH- und Kommanditanteile zu 80 Prozent Frau Frigga Kraut und ihren Kindern Angela, Nicole und Andreas Kraut.

20 Prozent der GmbH- und Kommanditanteile befinden sich in den Händen der BW-Kapitalbeteiligung Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Die Herren Ingolf und Rolf-Dieter Kraut werden zum 30. Juni des Jahres auch ihre Sitze im Aufsichtsrat der Gesellschaft niederlegen.

Der Aufsichtsrat besteht dann aus Herrn Dr. h.c. Lothar Späth, Gerlingen, als Vorsitzendem, Frau Frigga Kraut, Balingen, Herrn Georg Krupp, Frankfurt, Herrn Prof. Dr. Norbert Loos, Mannheim (stv. Vorsitzender), Herrn Hans Dieter Pötsch, Stuttgart.

Der Aufsichtsratsvorsitzende bedankte sich bei den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern, die zugleich maßgebliche Gesellschaftsvertreter der Bizerba GmbH & Co. KG waren, für ihre Mitarbeit und für die durch das freundschaftliche und familiäre Einvernehmen möglich gewordene Neuregelung.

Zum Bizerba-Konzern zählten im Quartalsdurchschnitt des Berichtsjahres insgesamt 2.209 Mitarbeiter, davon 1.568 im Inland und 641 bei den Landesgesellschaften. Erstmals für das Geschäftsjahr 1998 wurden die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Mit der Arbeitnehmervertretung wurde eine Betriebsvereinbarung getroffen, die für jeden Mitarbeiter eine jährliche Sondervergütung vorsieht.

Das Sachanlagevermögen betrug 72,0 Mio. DM und stieg nur geringfügig um 1,3 % (Vorjahr 71,1 Mio. DM) an. Dagegen erhöhten sich die Vorräte gegenüber dem Vorjahr von 71,6 Mio. DM um 11,7 % auf 80,0 Mio. DM. Diese Entwicklung resultiert einerseits aus der Einführung neuer Produktlinien parallel zur Produktion bewährter Erzeugnisse und andererseits aus einer höheren Lieferbereitschaft. Sie trägt damit dem gestiegenen Konzernumsatz Rechnung. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen entsprechend um 10,9 % von 122,5 Mio. DM auf 135,9 Mio. DM.

Auf der Passivseite ging das Eigenkapital von 81,9 Mio. DM um 5 % auf 77,7 Mio. DM zurück, weil im Berichtsjahr vier Gesellschafter ausgeschieden sind. Die Eigenkapitalquote veränderte sich dennoch nur geringfügig von 25 % im Vorjahr auf nunmehr rd. 24 %.

Die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 26 % auf 55,2 Mio. DM (Vorjahr 43,8 Mio. DM) hängt ebenfalls mit der reduzierten Gesellschafteranzahl zu-sammen: Der Liquiditätsabfluß durch Auszahlung der Darlehenskonten wurde mit Fremdkapital kompensiert.


Ausblick

Für das Geschäftsjahr 1999 wird mit einem weiter steigenden Geschäftsvolumen gerechnet. Die Auftragseingänge der Bizerba GmbH & Co. KG im 1. Quartal 1999 in Höhe von 107,2 Mio. DM (Vorjahr 95,2 Mio. DM) belegen mit einer Steigerung von 12,5 % bereits diese erfreuliche Entwicklung. Die Umsatzerlöse des ersten Quartals zeigen mit 92,5 Mio. DM gegenüber dem Vorjahreswert von 82,6 Mio. DM eine Zunahme um 12 %. Die Steigerung des Auslandsumsatzes von 36 % im ersten Quartal bestätigt auch die Fortsetzung der weiter angestrebten Internationalisierung.

Die Bizerba wird auf ihrer großen Tradition, ihrem technischen Know-how und der Qualität ihrer Mitarbeiter aufbauend mit neuen Ideen, Produkten und Dienstleistungen ihre Marktposition international ausbauen.


Bizerba-Unternehmensgruppe auf einen Blick:

Geschäftsjahr

1994

1995

1996

1997*

1998

Außenumsatzerlöse (Mio. DM)

558,9

579,8

545,0

512,4

544,4

Anzahl der Mitarbeiter

2.707

2.655

2.497

2.239

2.209

Personalaufwendungen (Mio. DM)

226,3

229,6

227,8

209,0

222,9

Anlagevermögen (Mio. DM)

86,2

83,3

80,9

78,8

80,5

Sachanlagezugänge (Mio. DM)

12,2

12,6

10,4

13,4

16,1

Umlaufvermögen einschließlich
Abgrenzungsposten (Mio. DM)

284,6

277,4

253,6

249,2

244,4

Eigenkapital (Mio. DM)

56,7

62,6

59,1

81,9

**77,7

Eigenkapitalquote in %

15,3

17,4

17,7

25,0

23,9

Langfristige Passiva (Mio. DM)

104,4

107,2

110,0

111,2

93,7

Kurz- und mittelfristige Passiva (Mio. DM)

209,7

190,9

165,4

134,9

153,5

Bilanzsumme (Mio. DM)

370,8

360,7

334,5

328,0

324,9

* Reduzierter Konsolidierungskreis durch Konzentration auf Kerngeschäftsfelder
** Rückgang des Eigenkapitals aufgrund des Ausscheidens von vier Gesellschaftern


Balingen, 1. Juni 1999

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