Tipps und Hinweise für PC-Anwender

BIZERBA Presse-Info


Sicher ins neue Jahrtausend

Der Jahrtausendwechsel steht jetzt unmittelbar bevor. Zwar hat sich die gesamte EDV-Branche auf diesen Sprung ins neue Millennium langfristig vorbereitet, aber bei manchen PC-Anwendern hier und dort ist es möglich und auch wahrscheinlich, dass noch ältere Rechnermodelle und Softwareprodukte im Einsatz sind, die den Sprung ins Jahr 2000 nicht ohne weiteres verkraften. Um mögliche Probleme von vornherein auszuschalten, sollten PC-Anwender Folgendes beachten:

1. Herstellerinformationen nutzen

Die Einholung einer Bestätigung der Jahrtausendfähigkeit der im Einsatz befindlichen Soft- und Hardware durch den Hersteller ist in jedem Fall empfehlenswert. Bizerba als Anbieter des Warenwirtschaftssystems CWS 8000, hat beispielsweise zu diesem Thema die Anwender gezielt angeschrieben und bietet auch innerhalb der Bizerba-Homepage www.bizerba.de Informationen zur Jahr-2000-Fähigkeit und vor allem die Möglichkeit einer schnellen Kontaktaufnahme.

2. Check der Software für das Jahr 2000

Auf mögliche Besonderheiten einzelner Softwareprodukte kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden, da die im Einsatz befindlichen Programme sehr unterschiedlich strukturiert sind. Hier ist der direkte Kontakt des Anwenders zum zuständigen System- oder Fachberater der beste und einfachste Weg. Es bleibt aber anzumerken, dass auf jeden Fall vor einem „Jahr-2000-Software-Check“ eine gute Datensicherung die „Lebensversicherung“ schlechthin darstellt, da viele Buchungen nicht mehr umzukehren sind.

3. Check der Computer-Hardware für das Jahr 2000

Ein elementarer „Knackpunkt“ für die Jahr-2000-Fähigkeit ist die Hardware, d.h. BIOS und RTC (Real-Time-Clock). Gute Informationen zu diesen Aspekten der Jahr-2000-Problematik bietet z. B. auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die im Internet über (externer Verweis) www.bsi.de aufrufbar sind. Dort wird u.a. auch spezielle Check-Software vorgestellt.

Tipps für den sicheren „Do-it-yourself-Check“:

Für Anwender, die ihre PCs manuell auf die „Jahr-2000-Fähigkeit“ überprüfen wollen (Dauer ca. 15 Minuten für erfahrene DOS Anwender). Computer-Laien und Nutzer von Mehrplatzsystemen, z. B. Netzwerken oder UNIX-Anlagen, sollten Checks auf jeden Fall Fachleuten überlassen. Für den „Jahr-2000-Check“ der Computer-Hardware ist eine vorherige Datensicherung unbedingt empfehlenswert; denn durch Veränderung des Datums werden ggf. wichtige Statistiken und zeitlich terminierte Aktionen empfindlich verändert. Darum ist sicherzustellen, dass im Verlauf des Checks Anwendungsprogramme wie z. B. Lohn-, Finanzbuchhaltungs- oder Warenwirtschaftssoftware auf keinen Fall gestartet werden.

  1. Bei Systemen unter Windows 95/98 ist der Rechner in den DOS-Modus zu führen (hierzu wird der Startvorgang mit der Taste F8 abgebrochen und der Modus „Abgesichert, nur Eingabeaufforderung“ ausgewählt).
  2. Mit dem DOS-Befehl „date“ wird das Datum auf den „31.12.1999“ gestellt (Hinweis: die Eingabe wird oft nach der amerikanischen Schreibweise vorgegeben: also Monat-Tag-Jahr. Für den Bindestrich der Trennung ist die Verwendung des Minuszeichens im numerischen Block am einfachsten).
  3. Die Uhrzeit wird mit dem Befehl „time“ auf 23:58 Uhr gestellt (Hinweis: Für die Trennung von Stunden und Minuten wird manchmal ein Doppelpunkt verlangt. Dieses Zeichen liegt im amerikanischen Tastaturmodus auf dem „Ö“).
  4. Ausschalten des Rechners und ca. 3-5 Minuten warten.
  5. Neustart des Rechners wieder im DOS-Modus.
  6. Überprüfen, ob das Datum Samstag, 01.01.2000 anzeigt und die Uhrzeit auf kurz nach Mitternacht steht. Wenn dies der Fall ist, darf der Computer als „Jahr-2000-fähig“ bezeichnet werden.

    Sollte das Datum einen anderen Wert bringen:

    • Manuelle Korrektur des Datums auf den 01.01.2000.
    • Erneutes Ausschalten des Rechners und Neustart nach ca. 5 Minuten.
    • Weist der Computer jetzt den „01.01.2000“ aus, gilt er als bedingt Jahr-2000-fähig. Das Datum ist in diesem Fall einmalig am 01.01.2000 manuell einzustellen.
    • Wird ein anderes Datum angezeigt, ist der Computer nicht „Jahr-2000-fähig“ und sollte nach Möglichkeit vor dem Jahreswechsel ausgetauscht werden.
  7. Zum Abschluss des Jahr-2000-Checks sind Datum und Uhrzeit wieder korrekt einzustellen und der Rechner anschließend wie gewohnt zu starten. Eventuell eingerichtete automatische Abläufe sollten ebenfalls wieder aktiviert werden.
  8. Auch die Überprüfung, ob sich der Computer bei der Behandlung des Schaltjahres 2000 korrekt verhält, ist empfehlenswert. Bei Einstellung des 28. Februars 2000, 23.58 Uhr, wird analog zu den Schritten 1. bis 7. vorgegangen.

4. Was man beim Jahreswechsel beachten sollte

Zur Sicherheit ist zum Jahresende unbedingt eine komplette Datensicherung durchzuführen.

Weiterhin wird empfohlen, Computer über den Jahreswechsel hinweg ausgeschaltet zu lassen. Der Grund hierfür ist, dass Fachleute für die Neujahrsnacht Probleme bei der allgemeinen Stromversorgung befürchten. Sofern dann den Computern keine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) vorgeschaltet ist, können Spannungsschwankungen leicht zu Abstürzen führen.

Nachts automatisch ablaufende Prozesse, wie Datenabruf der Filialen oder Aktivieren/Deaktivieren von Sonderangeboten im Laden und Filialen, kann man vielleicht noch im „alten Jahr“ manuell ausführen. Sofern möglich, sollten auch Wochen- und Monatsrechnungen noch im alten Jahr fakturiert werden, um mögliche Probleme bei der Sortierung zu minimieren.

Die Computer können am Vormittag des 1., 2. oder 3. Januars 2000 wieder gestartet werden. Eine Überprüfung des korrekten Datums vor Start der Anwendungssoftware bietet zusätzliche Sicherheit.

Beim ersten Aufruf der Anwendungssoftware im neuen Jahrtausend sollte man sich ruhig Zeit nehmen, Überprüfungen der korrekten Verbuchungen von Statistiken, Abrechnungen, Preisänderungen, usw. vorzunehmen.

Ein wichtiger Sicherheitsaspekt: Die Jahr-2000-Hotline

Für weitere Fragen offeriert z. B. Bizerba ihren Kunden ab dem 1. Januar 2000, einen speziellen Jahr-2000-Service. Über die Service-Rufnummer 01805 - 24 35 46 werden Kundenanfragen rund um die Uhr entgegengenommen und an eine Sonderbereitschaft weitergeleitet.

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